Handy Ohne Vertrag

Ein Handy ohne Vertrag wird üblicherweise als Prepaid-Handy bezeichnet. Es basiert auf der Nutzung einer Guthabenkarte über einen bestimmten und feststehenden Betrag, die der Nutzer vor dem Telefonieren im Einzelhandel erwerben muß, die im Format einer EC-Karte aus Kunststoff oder Pappe hergestellt ist und deren Daten sich auf einem entsprechenden Magnetstreifen oder Chip befinden. Üblich ist auch diejenige Form, wobei der Nutzer im Einzelhandel lediglich eine Zahlenkombination erwirbt, die im Anschluß über die Tastatur in das Mobiltelefon eingegeben werden muß und die es dann erlaubt, das erworbene Guthaben abzutelefonieren.
 
Die Nutzungsform Handy ohne Vertrag birgt viele Vorteile. So muß kein Vertrag mit einer Telefongesellschaft abgeschlossen werden, der möglicherweise zudem auch noch eine Mindestvertragslaufzeit beinhaltet. Auch Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren kann ein solches Handy bedenkenlos anvertraut werden, ohne dass es für die Eltern damit zur Kostenfalle werden kann. Auch Kunden ohne eigenes Einkommen und mit negativer Schufa-Eintragung können auf diese Weise mobil telefonieren. Es werden dem Kunden lediglich die Gesprächskosten in Rechnung gestellt, wobei eine nutzungsunabhängige Grundgebühr hier generell entfällt.
 
In Deutschland ist das System des Handy ohne Vertrag seit dem Jahr 1996 auf dem Markt und erfreut sich inzwischen beachtlicher Resonanz. Selbst wenn das aufgeladene Guthaben vertelefoniert ist, dann ist die betreffende Rufnummer immer noch für einen Zeitraum, der zwischen 2 und 15 Monaten liegt, für Anrufe erreichbar. Zudem verfallen einmal aufgeladene Guthaben auch dann nicht, wenn sie nicht abtelefoniert werden. Allerdings ist seit 2004 die vollständige Anonymität beim Handy ohne Vertrag nicht mehr gewährleistet, da der Dienst erst dann freigeschaltet werden darf, sofern der Nutzer seinen Namen, sein Geburtsdatum und seine Anschrift angegeben hat.

 

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